Erfolgreiche Boulder Heim-EM
Seit Samstagabend sind die ersten Sportkletter-Europameisterschaften in Österreich Geschichte. Ein Heimspiel: Österreich gewann überraschend den Medaillen-Spiegel.

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"Ein Traum ist in Erfüllung gegangen", jubelte Heiko Wilhelm, Teamcoach im ÖWK, dessen Ziel – eine Finalteilnahme – bei weitem übertroffen wurde. Im Vorstieg gab es Gold durch Angela Eiter, Silber durch Johanna Ernst und Bronze durch Jakob Schubert. Tags darauf gab es dann auch noch Boulder-Gold durch Anna Stöhr und -Bronze durch Killian Fischhuber.

Stöhr holt Gold
Eine Demonstration der Favoriten bot das Boulder-Halbfinale der Kletter-EM 2010. Tausende begeisterte Fans und Zuschauer feierten bereits in den Nachmittagsstunden einen mitreißenden Kletter-Event am Innsbrucker Markplatz und verwandelten das Stadion in den Abendstunden in einen brodelnden Hexenkessel. Ebenso mitreißend wie die Anfeuerungsrufe der tausenden Kletterfans war die Leistung von ÖWK-Athletin Anna Stöhr: Mit vier Flashs in vier Bouldern stürmte die Boulder-Gesatmweltcupsiegerin von 2008 regelrecht ins Finale. Auf den Rängen 2 und 3 folgten die starke Französin Melissa Le Neve und Olga Shalagina (UKR). Juliane Wurm aus Deutschland sowie die Russinnen Olga Bibik und Anna Galliamova komplettieren das Sextett der besten Boulderinnen Europas. Endstation Halbfinale hieß es hingegen für Sloweniens Mitfavoritinnen Mina Markovic und Nataljia Gros auf den Rängen 7 und 8,ebenso wie für die beiden Östereicherinnen Katharina Saurwein (11.) und Sabine Bacher als 17.
Und auch der Auftakt von Anna Stöhr (Bild rechts) im Abschlussbewerb der Heim-EM gestaltete sich fulminant. Nach einem weiteren Flash am ersten Boulder ging die ziel- und trittsichere Tirolerin insgesamt drei- von viermal Top. Ähnlich stark präsentierte sich nur die mehrfache deutsche Meisterin Juliane Wurm, die sich mit einer beeindruckenden Performance und ebenfalls drei Tops im Finale auf den 2.

Auch wollte Wilhelm, dass Österreich die erfolgreichste Nation ("wenn man Speed nicht einrechnet") wird. Auch dieser Wunsch wurde übertroffen: Österreich konnte die Wertung nach dem Medaillenspiegel für sich entscheiden. "Wir haben Russland hinter uns gelassen, das ist unglaublich", frohlockte Wilhelm, "auf diesen Erfolgen wollen wir aufbauen. Es kommen auch genügend Junge nach. Wir haben noch Luft nach oben."


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