Kurt Albert 1954–2010
Der Erfinder des Rotpunktkletterns, Kurt Albert, ist am Dienstag seinen schweren Verletzungen erlegen, die er sich zwei Tage zuvor bei einem Sturz im fränkischen Klettersteig "Höhenglücksteig" zugezogen hat.

Bild: Salewa
Albert war mit einer Gruppe unterwegs, als er aus noch ungeklärten Umständen 18 Meter in die Tiefe stürzte.
 Der 1954 in Nürnberg geborene Kurt Albert gilt als Erfinder des Rotpunktkletterns (Klettern ohne technische Hilfsmittel) und hatte wesentlichen Anteil an der Verbreitung des Freiklettergedankens. Sein Kletterleben beschreibt herausragende Kapitel der jüngeren Alpingeschichte, in denen er den Rotpunkt-Gedanken auf sehr hohe und sehr schwere Berge übertragen hat.
Kurt Albert war Lehrer für Mathematik und Physik, seit vielen Jahren jedoch Kletterprofi und einer der erfolgreichsten Alpinisten der Welt. In seinem Lieblingsgebiet Patagonien, am berühmten Fitzroy, kletterte er die Erstbegehung „Royal Flush“. Diese Route zählt zu den herausragendsten alpinistischen Unternehmungen in den letzten Jahren. 
Kurt Albert war richtungweisender Vordenker weit über den Kletterbereich hinaus.
„Beeindruckt hat uns alle seine große Persönlichkeit sowie der Wille eigene Wege zu gehen und sich selbst in jeder Lebenslage treu zu bleiben. Kurt hat uns allen wohl auch das rechte Maß der Dinge gelehrt und uns in seiner Bescheidenheit, im Umgang mit größten Herausforderungen und im Erleben tiefster Freundschaft geprägt. Seine Stärke war es,  sich in keiner Weise verbiegen zu lassen - bis zum letzten Schritt.“, schreibt der Bergsportartikel-Hersteller Salewa, der Albert mehr als 20 Jahre unterstützte, in einer Aussendung.
Albert begann mit dem Klettersport im Alter von 14 Jahren in den Felsen der Fränkischen Schweiz. Seine ersten alpinen Bergtouren führten ihn im Alter von 16 Jahren u. a. in Dolomiten, auf den Walkerpfeiler und in die Eiger Nordwand.

Portrait und Bilder auf ww.kurt-albert.de


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