Sieben Waldwunder gesucht!
2011 haben die Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr des Waldes erklärt. Als Auftakt rufen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) unter www.waldwunder.at zur Wahl der 7 Waldwunder Österreichs auf.

Bild: Franz Pritz
Insgesamt 23 Wälder von den Donau-Auen bis zu den Ötztaler Alpen sind als „Waldwunder“ nominiert. „Wir nehmen“, so Georg Erlacher, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste, „das Motto des Internationalen Jahres des Waldes – "Forests for People" - wörtlich. Mit der Wahl der 7 österreichischen Waldwunder bringen wir den Menschen die Natur und ihre einzigartigen Waldjuwele näher.“ Wälder sind in vielfacher Hinsicht bewundernswert, sie beeindrucken nicht nur durch ihre landschaftliche Schönheit, sondern auch durch ihre Vielzahl an Leistungen. Sie stellen nicht nur den nachhaltigen Rohstoff Holz zur Verfügung, sondern reinigen die Luft, filtern das Wasser, regulieren das Klima und schützen vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag oder Erosion. Für den Vorstandssprecher keine Selbstverständlichkeit: „Jeder Wald ist ein Wunder der Natur, das es im Sinne der Nachhaltigkeit zu schützen, nützen und für die nächsten Generationen zu erhalten gilt.“

Mangrovenwälder, Buchenkathedralen und Ahornriesen

Die Vielfalt der nominierten „Wald-Kandidaten“ ist groß: Die Bandbreite reicht vom „Mangrovenwald“ im Nationalpark Donau-Auen über den „Dirndl-Wald“ im Wienerwald bis zum „Kandelaberwald“ in den Steilhängen des Kärntner Mölltals. Einen Hauch von Skandinavien verbreitet die „Holzkammer Österreichs“, der Kobernaußer Wald, der sich als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas vom Hausruck- bis zum Innviertel erstreckt. Wie im Amazonas wähnt man sich in den wasser-und lichtdurchfluteten Pappel- und Weidewäldern der Donau-Auen, während der „Wellness-Wald“ im Tiroler Radurschltal nicht nur alpines Flair verspricht: Der Duftstoff der Zirbe, Pinosylvin, wirkt positiv auf das Wohlbefinden der Menschen und ist ein echter „Stimmungsmacher“. Dass mit 66 noch lange nicht Schluss ist, beweisen die Ahornriesen vom gleichnamigen Talschluss im Karwendel, die bis zu 600 Jahre alt werden können, oder die knallgrünen Buchenwälder im Wienerwald, deren 200 Jahre alten Baumriesen wie Kathedralen dutzende Meter hoch in den Himmel wachsen. Welterbe-Status erlangt hat der berühmte Bannwald von Hallstatt: Seit hunderten Jahren schützt er den mittlerweile UNESCO-geschützten Stadtkern vor Lawinen, Muren und Steinschlag.

Online-Wahl zu den 7 österreichischen Waldwundern

Die Wahl der 7 österreichischen Waldwunder erfolgt online unter der Adresse www.waldwunder.at. Zu jedem Waldwunder gibt es ein Kurzporträt und eine umfangreiche Bildergalerie mit Ortsangabe auf Google Maps. Zusätzlich zu den bestehenden können von Usern weitere Waldwunder nominiert werden. Die Anzeige der aktuellen Zwischenergebnisse erfolgt in Echtzeit, die Finalisten werden im Frühjahr 2011 feststehen und öffentlich bekannt gegeben. Auf die ersten 7 x 7 TeilnehmerInnen wartet je ein Exemplar des ÖBf-Naturkalenders 2011 zum Internationalen Jahr des Waldes. 


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