Alpenbären vor Rettung?
Der WWF versucht durch Ansiedlung weiterer Bären in Österreich, die Population der scheuen Tiere zu heben. Die Meinungen dazu sind allerdings geteilt ...

Der WWF hieß am 12. August im Kulturbezirk St. Pölten drei Bären in Niederösterreich willkommen. Die Begrüßung der verkleideten Petze auf einer riesigen Landkarte steht symbolisch für die bärenfreundliche Einstellung der Niederösterreicher: 72 Prozent der St. Pöltener bzw. 70 Prozent der Bewohner der Bärenkerngebiete begrüßen eine Ansiedlung von Bären, um das erneute Aussterben dieser Tierart in Österreich zu verhindern.
Es gibt nur mehr zwei Männchen in den nördlichen Kalkalpen. Der 7jährige Salzkammergutbär „Moritz“ und sein 19jähriger Vater „Djuro“ sind die letzten verbliebenen Braunbären Österreichs. Jeweils zwei bis drei Bären bzw. Bärinnen müssten in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark freigelassen und den beiden zur Seite gestellt werden. Nur durch aktive Rettungsmaßnahmen haben die Bären eine Überlebenschance.
Bärengraben, Bärenköpfl, Bärenboden, Bärenau, Bärenkogel, Bärenkopf, Bärenstein: Diese Namen zeigen, dass der Bär in Niederösterreich fest verankert ist. Die Einstellung der Niederösterreicher ist bärenfreundlicher als im österreichischen Durchschnitt: 57 Prozent (gegenüber knapp jedem Zweiten der übrigen abgefragten Bundesländer) würden bei einem Spaziergang im Bärenrevier gerne Spuren von Meister Petz sehen. Die Bewohner von St. Pölten finden es sogar zu 65 Prozent faszinierend, in einem Wald zu sein, in dem Bären leben. Insgesamt lassen sich die Gefühle der Niederösterreicher am besten mit Respekt (63 Prozent) und Faszination (48 Prozent) charakterisieren. Weniger als ein Viertel der Niederösterreicher hat im Zusammenhang mit Bären ängstliche Gefühle.
Auch bei jenen Niederösterreichern, die einer Ansiedlung von Braunbären eher ablehnend gegenüber stehen, hegen 50 Sympathie für die Bären. Bei dieser Gruppe spielt allerdings das Thema Angst eine größere Rolle.
Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativen Telefonumfrage unter der Bevölkerung ab 18 Jahren (603 Befragte) in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark, die im Mai 2008 im Auftrag des WWF durchgeführt wurde.


zurück »
Gewinnspiel
Gewinnspiel

mehr


mehr


mehr


mehr