Voralpen Backcountry-Touren
Zwischen Wienerwald und Mariazeller Bergland gibt es noch einiges Neues zu erkunden! Bernhard Baumgartner hat neue Routen kreiert – etwa auf die Reisalpe und das Hennesteck über Annaberg.

Reisalpenschutzhaus
Über die Brennalm auf die Reisalpe

Die 1399 m hohe Reisalpe wird als hervorragender Aussichtsberg wegen der klaren Sichtverhältnisse auch besonders im Winter gerne bestiegen. Die meist begangene Route führt vom Ebenwald (Bergstraße von Kleinzell) über die Kleinzeller Hinteralm und das „Reiterwieserl“ in ca. 2 Stunden zum Reisalpen-Schutzhaus des Österreichischen Touristenklubs (im Winter geschlossen). Die Route von Innerfahrafeld (zwischen Freiland und Hohenberg) durch das Dürrental und über die Brennalm hat aber wesentliche Vorzüge – ebenfalls Zufahrtsmöglichkeit bis auf halbe Berghöhe (außer bei höherer Schneelage bis ins Tal, gleichmäßige Neigung, nach einem Forststraßenstück freie sonnige Wiesenhänge.

Reisalpenkreuz gegen Hochstaff
Empfehlung: Für Skitouren- und Schneeschuhgeher, auch als Backcountrytour (Steigfelle erforderlich, nur für geübte Abfahrer), bei Schneelage ab 800 m (zum Vergleich – St. Aegyd im Tal kein Schnee, am Gscheid etwa 50 cm)

Anforderungen: Gesamter Zustieg ca. 3 Stunden (Höhenunterschied 840 m, Länge 9 km), bei Zufahrtsmöglichkeit 1 ½ bis 2 Stunden mit 600 m Höhenunterschied.

Zufahrt: Von Innerfahrafeld auf Güterweg durch das Dürrental, kurze Strecke asphaltiert, dann zunehmend schlechtere Fahrbahn, für PKW mit etwas Vorsicht möglich bis zum Schranken bei der Abzweigung der Hahnfeichten-Forststraße (800 m, 4,5 km, Parkmöglichkeit).

Aufstieg und Abfahrt: Auf der Forststraße mäßig steigend durch den Hochwald bis zur Wiese vor der Brennalm (hier links Abzweigung des markierten Steiges). Auf der Forststraße bleibend (Abfahrtsroute) beim Brennalmhaus (988 m) links zur etwas steileren „Unteren Reisalmwiese“. Über diese hinauf und durch ein kurzes Waldstück zur „Oberen Reisalmwiese“ – bereits fantastisches Panorama vom Schneeberg bis ins Gesäuse! Es folgen der nahe Plateaurand der „Reismäuer“ (Kluftbildungen im dünnplattigen Gutensteiner Kalk, Ursache für den Bergnamen!) und ein kurzer Abschnitt den schmäleren Kamm entlang (oft starke Wechtenbildungen). Dann gelangt man durch die Mulde rechts zum schon sichtbaren Reisalpen-Schutzhaus (Winterraum) und dem Gipfelkreuz.
Schneeverhältnisse: Forststraße bis zur Brennalm ca. 1,5 km trotz schattiger Lage nur bei viel Schnee befahrbar und meist zerspurt, Gipfelwiesen voll sonnig – nur kurzzeitig haltbarer Pulverschnee, aber bald verfirnend, „Obere Reisalmwiese“ und Gipfelbereich meist stark windverblasen. Die „Reisalmwiesen“ sind von Hohenberg aus (nahe der Kirche) gut einsehbar!


Hennesteck für „Tiefschneemuffel“

Im Gelände der Annaberger Reidllifte ist das Hennesteck sozusagen der „Hauptgipfel“, und die Anna-Alm der Kontrapunkt zum Annaberger Haus auf dem Tirolerkogel.
Sehr beliebt als Schneeschuh-Route ist der Aufstieg entlang der Markierung über Karnreiteralm und Hüttenfeld zur Anna-Alm (bei Liftbetrieb bewirtschaftet). Diese Route eignet sich auch vorzüglich als Alpin-Skitour mit einem besonderen Vorteil – beim Aufstieg spielen die Schneeverhältnisse keine entscheidende Rolle, und für eine sichere Abfahrt auf der Piste zurück zum Ausgangspunkt ist auf alle Fälle gesorgt!

Blick vom Karnreiter zum Tirolerkogel
Zufahrt: Mariazeller Bundesstraße über Annaberg bis zum Parkplatz der Reidllifte (auch mit öffentlichem Verkehrsmittel möglich – „Mariazeller Autobus“ ab Wien/Südtirolerplatz).

Die Aufstiegsroute (Länge ca. 7 km, Höhenunterschied 400 m, ca. 2 Stunden):
Vom großen Parkplatz über die Piste hinab zur Talstation des Förderband-Liftes, dort auf Fahrweg weiter in den Tannbach-Talgrund und gegenüber auf dem Güterweg zum Waldrand, wo gleich darauf die Markierung Richtung Wastl am Wald links abzweigt. Dieser folgt man anfangs steil und durch dichten Wald zu den Wiesenflächen beim Karnreiterhof. Oberhalb geht es entlang der Markierung weiter, immer wieder Forststraßen abkürzend, zu den Wiesenmulden der Karnreiteralm (nicht ganz zum westlichen Sattel ansteigen). Ein Waldweg quert dort zu einer Forststraße, der man bis zum Sattel südlich von „Am Eck“ folgt. Hier rechts Wegweiser zur Anna-Alm, und auf der Forststraße im Bogen weiter ansteigend zur Kreuzung mit zwei Möglichkeiten: Links bzw. geradeaus weiter und dann der roten Markierung rechts aufwärts durch den Wald folgen. Oder auf der rechten Forststraße unmarkiert zum Höhenrücken am Hüttenfeld, der an einer Jagdhütte vorbei mit herrlichster Aussicht verfolgt wird. Am Ende der Wiese in der linken Ecke Anschluss an die rote Markierung. Im Hochwald dann nicht zu weit rechts halten (dort sehr verwachsen, Markierung etwas spärlich) sondern leicht ansteigend im lockeren Baumbestand zum ausgeprägteren Kammverlauf, dem man kurz bis zur Anna-Alm folgt.



zurück »
Gewinnspiel
Gewinnspiel

mehr


mehr


mehr


mehr