Student & Hochanger einmal anders
Mit Schneeschuhen, Backcountry-Skiern oder sogar mit Langlauflatten – der Hochanger und die Student sind für jeden Spaß zu haben.
Vom Halltal auf die Student

Vor schon längerer Zeit war „die“ Student (Bergname vom slawischen studena = kalte Quelle = Krupp-Quelle) für die Lifterschließung vorgesehen. Daraus ist nichts geworden, und dieser ausgedehnte Plateaugipfel mit seinen steilen Flanken ist ein (abgesehen von den zahlreichen Forststraßen) unberührter Berg geblieben. Aufstieg über die Winterroute und ebenso die Abfahrt sind keine Idealstrecken, aber dafür bietet die Tour ein prachtvolles Bergerlebnis, noch dazu meist in ziemlicher Einsamkeit.

Anforderungen: Nicht schwierige, aber Ausdauer erfordernde Tour, speziell bei Tiefschnee spurt man sich auf den flacheren Strecken die Abfahrt vor, Länge ca. 6 km, Höhenunterschied 930 m, Aufstiegszeit je nach Verhältnissen 3 bis 4 Stunden. Schneeverhältnisse durch nordseitige Lage eher günstig!

Zufahrt und Ausgangspunkt: In der nahe Mariazell, im gleichnamigen Tal der Salza gelegenen Ortschaft Halltal bei der westlichen Ortstafel (Richtung Mariazell, Markierungstafel Student) auf Seitenstraße zum Flussufer, dort Parkmöglichkeit.

Die Route für Wintertouren: Diese verläuft im unteren Bereich völlig anders als die Sommermarkierung! Jenseits der Salzabrücke rechts zum Greierhof und oberhalb über die Wiesen ansteigend zu einem am Waldrand schon sichtbaren Wasserresevoir. Dort rechts der aufwärts führenden Forststraße folgen, die mit weiter Kehre (bei der nächsten Abzweigung geradeaus) in den Haselgraben mit der Arthur-Krupp-Quelle führt. Auf der folgenden Strecke ergibt sich durch eine neue Forststraße eine wesentliche Erleichterung, vor allem für die Abfahrt! Nach der Quelle aus dem Graben heraus auf der Forststraße weiter (diese führt weiter bis zur roten Markierung, wo aber ein steiler und enger Ziehweg bergwärts leitet). Kurz nach der Bergecke zweigt nun rechts eine neue Forststraße ab, die im Bogen zu den Lichtungen hinaufzieht, über welche die rote Markierung herauf kommt. Nun steil bergwärts zur Querung einer Forststraße (diese kommt vom Halltal östlich des Ortes, auf dieser ist die Abfahrt zur Halltal-Loipe möglich). Nun steigt man über Lichtungen geradeaus zur nächsten Kehre auf oder folgt der Forststraße rechts im Bogen bis zum Steilaufschwung des „Kampls“ (Hochkampl der ÖK). Schöner Ausblick zum Göller und Ötscher!
Weiter wendet man sich auf der flachen Forststraße ins Hochtal zwischen Studentleiten (lohnender Seitengipfel) und Hoher Student hinein (ganz leicht bergab). Im Aufstieg bietet sich hier der Waldsteig entlang der roten Markierung an. Ebenso gut geht es aber auch im Hochtal weiter, bis von links eine Waldrinne mit lichterem Baumbestand herab kommt (dort verläuft auch die Abfahrt). Durch diese Rinne hinan und weiter durch eine engere Stelle („Hundsklamm“) in den Kessel zwischen den beiden Hauptgipfel. Hier einfach links steil hinauf zum Haselspitz mit dem Gipfelkreuz (1534 m). Interessant, aber bei sehr hoher Schneelage trotz Markierung schwer auszumachen ist die leicht ansteigende Querung hinüber zur Studentalm mit der geöffneten Schutzhütte des Mariazeller Alpenvereins (bestens eingerichtet, aber unbewirtschaftet, Nächtigung nicht erlaubt). Von dort kann man (leicht links am Waldrand hinan und dann rechts auf dem Kamm) auf die Hohe Student gelangen (1539 m). Gegen Nordwesten ist über eine tiefe Senke hinweg der Übergang auf den Haselspitz möglich. Besonders die Variante zur Studentalm nur bei guten Sichtverhältnissen begehen, da etwas schwierige Orientierung!
Die Abfahrt erfolgt entlang der beschriebenen Aufstiegsroute, wobei leichte Gegensteigungen aus dem Hochtal am Fuß der Studentleiten Richtung Hochkampl und nach der Krupp-Quelle in Kauf genommen werden müssen.

Hochanger und Göriacher Alm von der Seebergalm

Der nahe dem Seebergsattel aufragende Hochanger (1682 m) ist im Gegensatz zu den benachbarten hochalpineren Zielen – wie Veitsch, Rauschkogel und Hochschwab – auch bei schwierigeren Verhältnissen empfehlenswert: Einfache Zufahrt zum Ausgangspunkt auf der Seeberg-Bundesstraße (B 20), Tour über die Göriacher Alm ohne Orientierungsprobleme (auch mit Schneeschuhen günstig), dazu alternativ eine anspruchsvollere Aufstiegsroute und eine ideale Backcountrystrecke (für sichere Abfahrer sogar mit Langlaufski).
Schneeverhältnisse im Talboden und an den schattseitigen Hanglagen eher günstig, nur oberster Gipfelhang oft abgeweht. Einkehrmöglichkeit am Ausgangspunkt im Gasthof Seebergalm.

Anforderungen: Alpinski- und Schneeschuhroute mit 4 km Länge und 550 m Höhenunterschied, knapp 2 Stunden Aufstieg über die Göriacher Alm entlang der Sommermarkierung; alpinere Variante über Karlkögerl meist auch gespurt (sonst schwierige Orientierung, nur bei guten Sichtverhältnissen möglich, ca. 2 ½ Stunden); Tourenlauf über die Forststraße zur Göriacher Alm 5 km Länge mit 300 m Höhenunterschied (unmarkiert, aber problemlose Orientierung).

Normalroute Lappental – Göriacher Alm – Hochanger:
Von der Seebergalm bis zum Talschluss des Lappentals mit nur geringem Anstieg (2 km). Bei Abzweigung der Forststraße noch kurz im Graben weiter, dann links steiler aufwärts und auf dem Almweg in Kehren zum Sattel der Göriacher Alm. Nun in gut übersichtlichem Gelände südwärts, anfangs über sanfte Almwiesen, bald zunehmend steiler den mit vorwiegend Lärchen locker bewachsenen Hang hinauf. Zuletzt an Latschenflächen vorbei, je nach Verhältnissen die weniger abgewehten Stellen ausnützend, zum Gipfelkreuz und dem unweit davon gelegenen Bildstock. Prachtvolle Rundsicht auf die Hochalpen zwischen Hochschwab und Raxalpe sowie gegen das Ötschergebiet.

Abfahrt über den nordseitigen Gipfelhang (nur das oberste Stück meist etwas unangenehm), dann noch vor dem Sattel der Göriacher Alm vom sanften Wiesenrücken links abzweigen und durch den steilen, weiter unten zunehmend dichteren Bergwald in den Graben hinter dem Lappental hinab, wobei schmale Lichtungen und Rinnen ausgenützt werden müssen.

Aufstiegsvariante über das Karlkögerl:
In der zweiten Weitung nach der felsigen Engstelle des Lappentals rechts auf einen Seitenkamm, durchwegs in ziemlich dichtem Wald den meist vorhandenen Spuren folgend (ungespurt für Ortsunkundige nicht zu empfehlen) auf die vom Seebergsattel her ziehende Kammhöhe. Im Bereich des Karlkögerls lockert der Wald zunehmend auf, und eher rechts haltend wird über den gut einsehbaren Westkamm (im oberen Bereich oft verwehter Schnee) der Hochanger erreicht. Abfahrt über Göriacher Alm ins Lappental.

Langlauftour zur Göriacher Alm:
Im Talschluss des Lappental auf der Forststraße links, unter einem Felsriegel vorbei (Lawinengefahr nicht auszuschließen!), weiter kaum bis mäßig ansteigend nordwärts in den ausgedehnten Lappenwald. Bei der ersten und der zweiten Kreuzung jeweils rechts halten, bis nach längerer Querung der Waldhänge der kleine Sattel nördlich der Göriacher Alm erreicht ist (Jagdhütte, Idealblick zum Hochanger, bald danach gegen Wildkamm und Hochveitsch sowie Rauschkogel). Mäßige Abfahrt zum Almdorf und auf derselben Strecke retour.




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